Cancún, hin oder her!

Kommt die Energiewende nicht jetzt, droht eine dauerhafte Notlage

Die Energiewende wird endlos lange dauern

Die Auseinandersetzung fossil+atomar (f+a) gegen effizient+erneuerbar (e+e) ist konkret dabei, zu einer permanenten Pattstellung bzw. zu einem Endloskampf über Jahrzehnte zu verkommen: Der Anteil von e+e steigt ungefähr in dem Maß, wie die fossilen Ressourcen abnehmen – also denkbar langsam. +1 % bis +2 % e+e pro Jahr bedeutet energieautonom in 40 bis 80 Jahren.  Dadurch bleiben fossile Energien noch Jahrzehnte dominant, verschaffen den f+a Energieindustrien weiterhin riesige Gewinne und festigen deren Machtpositionen dauerhaft.

Die Regierungen tun nichts und  die  Katastrophe wird immer schlimmer

Politisch gibt es weltweit keine Anzeichen, dass die f+a Klima- und Umweltzerstörung ernst genug genommen wird; dasselbe gilt in Österreich. Das Verbrennen von Kohle, Erdöl und Erdgas geht ungebremst weiter. Maßnahmen zur Klimarettung oder zum Umweltschutz, die man strategisch und engagiert nennen könnte, fehlen. Im Gegenteil, Regierungen kürzen Umweltbudgets (um 2/3 in Italien), verringern Ökostromförderungen (Photovoltaik in der BRD ab 2011  um 90%, fordert die Deutsche Energie Agentur DENA) und forcieren die Atomkraft (Russland, China, Indien, Libyen, Iran, etc.).

Das „Perpetuum Mobile zentralisierter Energiegewinne“

e+e und f+a sind nicht miteinander kompatibel: Das zentralistische f+a-System basiert auf Monopolen und endlichen, Umweltzerstörerischen und teuren Primärenergieträgern. E+e funktionieren mittels vieler dezentraler Anlagen bzw. Maßnahmen und kostenloser, nachhaltiger Primärenergien. Energiekonzerne zentralisieren die e+e-Zukunft, um auch künftig herrschen zu können (z.B. Desertec – Solarstrom aus der Sahara: alle 16 Landesumweltminister der BRD sind dafür), und setzen neuerlich auf Importe und politische Unsicherheit! Zugleich werden  e+e-Unternehmen und -Technologien aufgekauft, um deren Einsatz für den Machterhalt zu kontrollieren (= zu verzögern). An der Beseitigung der immensen Klimafolgeschäden groß zu profitieren,  ist ebenfalls Teil ihrer Langfrist-Strategie. F+a-Konzerne „retten“ die Menschheit – aus  f+a-bedingten Katstrophen. Wer hier Verschwörungstheorien vermutet, sei an Atomstrom erinnert: Er wurde und wird produziert, war nie wirtschaftlich – und wird es nie sein. Es geht um Macht.

Unglaublicher Überfluss an e+e-Ressourcen

Fossilenergien und Uran reichen nicht einmal für 100  Jahre. Das Energieangebot aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme deckt tausendfach den Weltenergiebedarf. Die alles entscheidenden Jahre für die Energiewende sind jetzt, nicht in 10 Jahren, wenn e+e völlig unökonomisch zentralisiert sind und immens teure Klimakatastrophen zum Alltag gehören werden.

Die e+e-Technologien ersetzen quantitativ und qualitativ problemlos f+a

Die Technologien für die Energiewende sind ausreichend am Markt verfügbar und haben zahllos bewiesen: Die Energiewende ist sofort machbar. Zudem haben e+e technologisch noch enormes Potential, werden stetig billiger und schaffen viel mehr Arbeitsplätze, als das f+a je könnten.

e+e sind deutlich wirtschaftlicher als f+a

Nur durch den unermesslichen Werbe-, PR-, Lobbying-, „Politiksponsoring“- und Schmiergelddruck gelingt es dem f+a-Energiesystem heute und bis auf Weiteres vorzugaukeln, f+a wäre ökonomischer als e+e. Volkswirtschaftlich ist der Gegenbeweis sofort erbracht, wenn eine Gesamtkostenrechnung angestellt wird. Nur die vielen, teils subtilen Bevorzugungen  (z.B. Agrardiesel-Förderung in Österreich, Kohle-Pfennig in Deutschland)  erwecken den falschen Eindruck,  f+a wäre wenigstens betriebswirtschaftlich wettbewerbsfähig. Und dort, wo e+e Erfolgsgeschichten schreiben, kommt es mittlerweile, kaum verwunderlich, zu massiven Behinderungen von e+e (z.B. der Vorrang für die Netzeinspeisung von Umwelt- und klimafreundlichem Ökostrom wurde in Deutschland 2010 mit dem Wiedereinstieg in die Atomkraft abgeschafft; bei uns gab es ihn nie).

Bevölkerung, Gemeinden und Wirtschaft möchten rasch energieautonom werden!

Diverse Umfragen zeigen, die Bevölkerung und die Gemeinden wollen rasch energieautonom werden. Die Energiemonopolitik widersetzt sich dem mit viel Geld und vielen Lügen. Innerhalb der Wirtschaft  hintertreiben einige wenige, meist stromintensive, jedoch zugleich sehr mächtige Industriezweige (Erdöl, Erdgas, Strom, Papier und Stahl) die Energiewende – und beschleunigen wissentlich die Klima- und Umweltzerstörung.

Wenn etwas zerstörerisch, sehr gefährlich und zu teuer ist, gehören die besseren Alternativen massiv und rasch unterstützt – Cancún, hin oder her!!

Dr. Fritz Binder-Krieglstein

Cancún, hin oder her!
Markiert in:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.